Wie läuft eine Stottertherapie bei Kindern ab?


Bei ca. 5% aller Kinder tritt Stottern auf. Davon verlieren zwischen 60% und 80% der Kinder das Stottern wieder vollständig, dies nennt man Remission.

Das Ziel der Stottertherapie bei Kindern ist es eine mögliche Remission zu unterstützen und zu fördern. 

 

Außerdem soll den Kindern ein angstfreier Umgang mit dem Stottern ermöglicht werden, sodass sie mit ihrem Stottern selbstbewusst umgehen und in ihr Stottermuster aktiv eingreifen und es verändern können. Wesentlich hierbei ist es, dass die Kinder keine Angst vor dem Stottern, sowie vor dem Sprechen und Zuhören haben. Die Kinder sollen sich selbst als kompetenten Sprecher erleben.


Wie läuft eine Stottertherapie bei Erwachsenen ab?

 

Mit erwachsenen Patienten arbeite ich nach dem Therapiekonzept der Stottermodifikation.

 

Das Ziel dieser Methode ist die Veränderungen der eigenen Reaktionen, sowohl emotional als auch kognitiv, beim Auftreten von Sprechunflüssigkeiten.

Im Rahmen der Therapie erlernt der Patient verschiedene Techniken, um in sein Stottern aktiv einzugreifen. Auf diese Weise wird das Stottern "beherrschbar" und ist dadurch weniger angstauslösend. 

Ergänzend hierzu baut der Patient Sprechängste ab, lernt den offenen Umgang mit Stottern und wird in seinem Selbstbewusstsein gestärkt.


Dieser Therapieansatz ist ein "Nichtvermeidungsansatz", indem gezielt und direkt am Stottern gearbeitet wird.


Die erlernten Techniken werden zunächst im Therapieraum erarbeitet und gefestigt. Anschließend werden sie unter therapeutischer Begleitung zunehmend in alltäglichen Handlungen, wie zum Beispiel in Telefongesprächen angewendet. Ziel ist es, dass der Patient im privaten, wie auch beruflichen Umfeld selbstbewusst und sicher in sein Stottern eingreifen kann.